Aktuelle Rechtsfragen

Aktuelle Rechtsfragen

Im Rahmen der aktuellen Rechtsfragen werden Themen aus allen Rechtsgebieten aufgegriffen, die für kleine und mittlere Unternehmen unter Umständen von Bedeutung sein können:

GESELLSCHAFTSRECHT


Änderung Insolvenzordnung

Bekanntlich hat die Finanzkrise zu erheblichen Wertverlusten im gesamten Finanz-sektor geführt.

Letztlich kann dies bei Unternehmen, die von erheblichen Verlusten besonders massiv getroffen sind, zu einer bilanziellen Überschuldung führen...


Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG)

In ihrer Ausgabe vom 03.11.2008 zitiert Die Welt die Industrie mit den Worten „Neues GmbH-Recht verführt kapitalschwache Gründer, Banken warnen vor übersteigerten Erwartungen“.

Die nunmehr in Kraft getretene Reform des GmbH-Gesetzes wird derzeit in der Praxis vielfach diskutiert, wobei die Meinungen über das Ergebnis der Reform weit auseinander gehen...


Massesicherungspflicht vs. Pflicht zur Abführung von Sozialabgaben bei einem GmbH-Geschäftsführer

Wird die Gesellschaft zahlungsunfähig, so haben bekanntlich die Geschäftsführer ohne schuldhaftes Zögern – spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit – die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim zuständigen Insolvenzgericht zu beantragen...


Durchgriffshaftung bei einer GmbH

Bekanntlich gilt gemäß § 13 GmbHG der Grundsatz, dass die Gesellschafter für die Schulden der GmbH keine Haftung zu übernehmen haben. Insofern gilt das in § 13 GmbHG fixierte Trennungsprinzip. Die vorgenannte Haftungsfreistellung der Gesellschafter als eine Zweckentscheidung der Rechtsordnung hat jedoch Grenzen...


ARBEITSRECHT


Diskriminierung eines Stellenbewerbers wegen seines Alters

Das Bundesarbeitsgericht hatte sich unter dem Aktenzeichen 8 AZR 530/09 mit der oben genannten Thematik zu befassen.

Mit Urteil vom 19. August 2010 hat das BAG entschieden, dass eine Stellen-ausschreibung grundsätzlich gegen das Altersdiskriminierungsverbot verstößt, wenn ein „junger“ Bewerber gesucht wird.


Fall Emmely

Das Bundesarbeitsgericht als höchste Instanz in der Arbeitsgerichtsbarkeit hatte nunmehr im Fall der Berliner Kassiererin, der wegen unerlaubt eingelöster Pfandbons im Wert vom 1,30 € fristlos gekündigt worden war, abschließend zu entscheiden.

Kurzarbeit und Arbeitnehmerbesteuerung

Die Thematik der Besteuerung im Zusammenhang mit Kurzarbeit ist in der Vergangenheit vielfach – insbesondere auch in den Medien – diskutiert worden.

Zunächst ist anzumerken, ...


Politische Betätigung des Betriebsrates/Unterlassungsanspruch

Der Betriebsrat hat nach § 74 Abs. 2 Satz 3 Halbsatz 1 BetrVG ebenso wie der Arbeitgeber jede parteipolitische Betätigung im Betrieb zu unterlassen.

Verstößt der Betriebsrat gegen das parteipolitische Neutralitätsgebot, ...


Abbruch von Betriebsratswahlen

Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg hat unter dem 09.03.2010 mit Beschluss entschieden, dass eine Betriebsratswahl nur dann im Wege einer einstweiligen Verfügung abzubrechen ist,

Altersdiskriminierung

In der Vergangenheit sind eine Vielzahl von arbeitsrechtlichen Regelungen daran gescheitert, dass die Gerichte eine Altersdiskriminierung gesehen haben.

In seinem Urteil vom 25.02.2010 (6 AZR 911/08) hatte sich das Bundesarbeitsgericht mit der Frage zu beschäftigen, ob es einem Arbeitgeber zulässig ist,


Deutsche Kündigungsfristen teilweise europarechtswidrig

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat unter dem Geschäftszeichen Az: C-555/07 am 19.01.2010 entschieden, dass die deutsche Regelung des § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB europarechtswidrig ist.

Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht

Auch im Arbeits- und Sozialrecht sind zum Jahreswechsel einige Änderungen in Kraft getreten, über die im Nachgang kurz informiert wird:

Betriebsratswahlen 2010

Bekanntlich sind alle 4 Jahre Betriebsratswahlen. Insofern werden von März bis Mai des Jahres 2010 wieder Betriebsräte gewählt. Bedingung für die Wahl eines Betriebsrates ist, dass Ihr Unternehmen die Voraussetzungen der Wahlberechtigung erfüllt.


Angedachte Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht

Bekanntlich haben CDU, CSU und FDP am 26.10.2009 den Koalitionsvertrag unterzeichnet.

Insofern sind zur Thematik Arbeits- und Sozialrecht folgende Änderungen angedacht:


Gleichbehandlung bei freiwilligen Sonderzahlungen

Mit der obigen Angelegenheit hatte sich das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung vom 05.08.2009 (10 AZR 666/08) zu beschäftigen.

Zunächst stellte das Bundesarbeitsgericht in der vorbenannten Entscheidung klar, dass ein Arbeitgeber...


Rückzahlung von Ausbildungskosten

Soweit sich der Arbeitgeber verpflichtet, Aus- bzw. Fortbildungskosten für den Arbeitnehmer zu übernehmen, so ist nachvollziehbar, dass der Arbeitgeber ein gesondertes Interesse daran hat, dass der Arbeitnehmer nach Beendigung der Weiterbildungsmaßnahme nicht das Unternehmen verlässt.


Sonderkündigungsschutz für Abfallbeauftragten

Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz für Arbeitnehmer, die unter den Geltungsbereich des Kündigungsschutzgesetzes fallen, kennt das Arbeitsrecht auch einen besonderen Kündigungsschutz für bestimmte Arbeitnehmergruppen...


Emotionale Kündigung

In dem Fall, den das Arbeitsgericht Frankfurt/Main zu entscheiden hatte, erklärte ein Arbeitnehmer seinem Vorgesetzten im Zorn und ohne ernsthaft erkennbaren Abkehrwillen, keine Lust mehr zum Arbeiten zu haben.

Eine daraufhin vom Arbeitgeber ausgesprochene fristlose Kündigung erklärte jedoch das Arbeitsgericht Frankfurt/Main in seiner Entscheidung vom 27.08.2008 (7 Ca 2301/08) für unwirksam...


Kündigung durch den Arbeitnehmer

Für gewöhnlich ist es der Fall, dass der Arbeitgeber ein bestehendes Arbeitsverhältnis kündigt.

Im vorliegenden Fall, den das Bundesarbeitsgericht unter dem Aktenzeichen 2 AZR 894/07 am 12.03.2009 zu entscheiden hatte, sprach jedoch der Arbeitnehmer eine schriftliche außerordentliche Kündigung aus.


Ergänzung zur deutschen Urlaubsregelung

Im Rahmen der Rechtsecke wurde bereits informiert, dass der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass die derzeitige Regelung des deutschen Bundesurlaubsrechtes, wonach der Urlaubsanspruch grundsätzlich spätestens am 31.03. des Folgejahres verfällt, mit dem europäischen Recht nicht vereinbar ist...


Entscheidung EuGH zur deutschen Urlaubsregelung

Der Europäische Gerichtshof hat unter dem Aktenzeichen C-350/06 entschieden, dass die derzeitige Regelung des deutschen Bundesurlaubsrechtes, wonach der Urlaubsanspruch grundsätzlich spätestens am 31.03. des Folgejahres verfällt, mit dem europäischen Recht nicht vereinbar ist...

Kündigungsschutz und Altersdiskriminierung

In seiner Entscheidung vom 6. November 2008 (2 AZR 701/07) hat das Bundesarbeitsgericht dargetan, dass die Diskriminierungsverbote des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes im Rahmen des Kündigungsschutzes nach dem Kündigungsschutzgesetz Anwendung finden...


Sozialplanabfindung

Die Betriebsparteien dürfen – so das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 11. November 2008 – in Sozialplänen für Arbeitnehmer, die Anspruch auf vorgezogene Altersrente haben, geringere Abfindungsansprüche vorsehen.

Dies gilt auch für den Fall, dass der Rentenbezug mit Abschlägen verbunden ist...


Das neue Pflegezeitgesetz

Hinzuweisen ist darauf, dass ab dem 01.07.2008 das Gesetz zur Förderung der häuslichen Pflege naher Angehöriger (PflegeZG) gilt.

Nach dem vorgenannten Gesetz haben Beschäftigte das Recht, bis zu 10 Tage von der Arbeit fernzubleiben, wenn sie für einen nahen Angehörigen in einer akut aufgetretenen Pflegesituation die Pflege organisieren müssen. Gesondert herauszustreichen ist, dass der Arbeitgeber in einer der vorgenannten Situationen aber nur ausnahmsweise zur Entgeltfortzahlung verpflichtet ist ...


Freiwilligkeitsvorbehalt bei Sonderzahlungen

Unter dem Aktenzeichen 10 AZR 606/07 hatte sich das Bundesarbeitsgericht mit der Thematik des Freiwilligkeitsvorbehaltes bei sonderzahlungen zu beschäftigen.

In seiner Entscheidung vom 30. Juli 2008 ist das Bundesarbeitsgericht (BAG) zu dem Ergebnis gekommen, dass der Arbeitgeber bei Sonderzahlungen grundsätzlich einen Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf die Leistung für künftige Bezugszeiträume ausschließen kann...


Außerordentliche Kündigung bei anderweitiger Tätigkeit im Krankheitsfall

Bekanntlich können nur schwerwiegende Gründe und eine nachhaltige Störung des Vertragsverhältnisses eine außerordentliche Lösung vom Vertrag rechtfertigen. Es gilt insofern das ultima-ratio-Prinzip. Letztlich kennt das Gesetz absolute Kündigungsgründe nicht. Das Recht der außerordentlichen Kündigung ist in § 626 BGB in Form einer Generalklausel an das Vorliegen eines wichtigen Grundes und die daraus folgende Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses gebunden...
 

Outsourcing kann Kündigung rechtfertigen

Die Begrifflichkeit des Outsourcings (Auslagerung) ist bekanntlich derzeit in aller Munde.

Letztlich bezeichnet die Begrifflichkeit des Outsourcings in der Ökonomie die Abgabe von Unternehmensaufgaben und ggf. auch Unternehmensstrukturen an Drittunternehmen.

So hat das Arbeitsgericht in Frankfurt am Main unlängst entschieden...


Probezeitvereinbarung

Enthält ein Formulararbeitsvertrag – so das BAG in seiner Entscheidung vom 16.04.2008 – neben der drucktechnisch hervorgehobenen Befristung für die Dauer eines Jahres im weiteren Text des Formulararbeitsvertrages ohne drucktechnische Hervorhebung eine weitere Befristung des Arbeitsvertrages zum Ablauf der sechsmonatigen Probezeit, so ist die Probezeitbefristung...

Verhaltensbedingte Kündigung gegnüber leistungsschwachen Arbeitnehmern

Bekanntlich ist der Umgang mit s.g. leistungsschwachen Arbeitnehmern für den Arbeitgeber nicht unproblematisch. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Arbeitgeber beabsichtigt, das Arbeitsverhältnis mit einem leistungsschwachen Arbeitnehmer zu beenden...

Formerfordernis der Kündigung

In seiner Entscheidung vom 24.01.2008 – 6 AZR 519/07 – wies das Bundesarbeitsgericht (BAG) darauf hin, dass das für Kündigungen nach § 623 BGB bestehende Schriftformerfordernis nur gewahrt ist, wenn das Kündigungsschreiben vom Kündigenden eigenhändig unterzeichnet ist. Die bloße Paraphierung mit einem Namenskürzel, so das BAG, reiche nicht aus...

Befristeter Arbeitsvertrag

Bekanntlich ist nach § 14 Abs. 2 Satz 1 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) die höchstens dreimalige Verlängerung eines sachgrundlos befristeten Arbeitsvertrages bis zur Gesamtdauer von zwei Jahren zulässig...

Rechte und Pflichten beim Betriebsübergang § 613a BGB

Bekanntlich hat der bisherige Arbeitgeber oder der neue Inhaber gemäß § 613a Abs. 5 BGB die von einem Übergang betroffenen Arbeitnehmer vor dem Übergang in Textform zu unterrichten über...

Klagefrist bei einer Kündigung schwerbehinderter Arbeitnehmer

Kündigt der Arbeitgeber einem schwerbehinderten Arbeitnehmer in Kenntnis von dessen Schwerbehinderteneigenschaft, ohne zuvor nach § 85 SGBXI die erforderliche Zustimmung des Integrationsamtes zur Kündigung einzuholen, so kann der Arbeitnehmer die Unwirksamkeit der Kündigung bis zur Grenze der Verwirkung – so das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung vom 13.02.2008 – 2 AZR 864/06 – gerichtlich geltend machen...

SONSTIGES


Steuerliche Behandlung von Kurzarbeitergeld

Die Medien hatten in der Vergangenheit mehrfach darüber berichtet, dass zahlreichen Kurzarbeitern für das Jahr 2009 erhebliche Steuernachzahlungen drohen...

Das neue Forderungssicherungsgesetz

Mit Wirkung zum 01.01.2009 ist das Forderungssicherungsgesetz in Kraft getreten.

Erbschaftsteuerreform

Bekanntlich stand die Erbschaftsteuerreform unter keinem guten Stern, da bereits in dem zweijährigen Gesetzgebungsverfahren einige Verfassungsrechtler Kritik geübt haben...


Bitte beachten Sie, dass aus der Themendarstellung keine Problemlösung im Einzelfall abgeleitet werden kann und dass demzufolge jeder Einzelfall einer gesonderten rechtlichen Prüfung bedarf, die jedoch im Rahmen des Projektes NETWORK-KMU nicht erfolgen kann.

Sprechen Sie diesbezüglich den Steuerberater bzw. Rechtsanwalt Ihres Vertrauens an.


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