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15. März 2006

Unternehmer nutzen Hilfsangebote aus dem Netz

Plattform für kleine und mittlere Firmen 
Magdeburg, Volksstimme. Drei Monate nach dem Start des Netzwerkprojektes " NETWORK KMU " haben Wirtschaftsstaatssekretär Reiner Haseloff und Projektmanager Jens Brenneisen von der TGL-Trägergesellschaft Land Sachen-Anhalt eine positive Bilanz gezogen. " Allein die 19 000 Zugriffe auf die Internetseiten von NETWORK KMU zeigen, dass das Informations- und Hilfsangebot auf Problemlagen kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten ist ", so Haseloff. Einen Grund für die große Resonanz sieht er darin, dass die Geschäftsleute Informationen und Beratungen in Anspruch nehmen können, ohne ihre Identität preiszugeben. " Viele fürchten den Makel eines problembehafteten Unternehmens ", erklärte er. " Sie haben Angst, dass sich Banken oder Lieferanten zurückziehen und so die Probleme der Firma weiter verschärfen ", bestätigte Brenneisen. Offenbaren müssen sich die Unternehmen erst, wenn sie einen Förder- oder Kreditantrag stellen. Pro Monat greifen rund 6.300 Nutzer auf die Internetplattform des Netzwerkes zurück. Vor allem Angebote zur Problemberatung ( 19 Prozent ), zu Workshops ( 13 Prozent ) sowie zum Firmen-Selbstcheck werden genutzt. Dabei geht es nicht nur um Hilfe in der Krise, sondern auch um Prävention. An der Servicehotline haben seit Dezember 130 Unternehmer ihre Probleme mit kompetenten Partnern besprochen. Auch die überregional angebotenen Workshops fanden großen Zuspruch, sagte Brenneisen. In der Region Magdeburg beteiligten sich 215 Unternehmer an neun Veranstaltungen. In der Region Halle nahmen 196 Geschäftsleute an sieben Workshops teil. Am häufigsten wird das Thema Unternehmensfinanzierung nachgefragt. 21 Partner, darunter KfW-Bank, Kammern und Steuerberater, sind in das Projekt eingebunden. Für zunächst zwei Jahre stehen Fördergelder vom Europäischen Strukturfonds und vom Land bereit.


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert:
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