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28. Januar 2010

Mikrokreditfonds

Unterstützung durch Kleinkredite bis 20.000 Euro

Die Bundesregierung startet den Mikrokreditfonds Deutschland, der mit einem Volumen von 100 Millionen Euro Kredite an Klein- und Kleinstbetriebe bzw. "junge" Unternehmen sichert. Knapp 60 Millionen Euro stammen aus dem Europäischen Sozialfonds und etwas mehr als 40 Millionen Euro kommen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie plant, später 1,5 Millionen Euro beizusteuern.

Banken halten sich in der aktuellen Krise auch bei niedrigen Krediten für Kleinunternehmen und Selbständige zurück. Häufig fehlen Unternehmen die geforderten Sicherheiten. Mit dem Mikrokreditfonds werden nun neue Finanzierungswege eröffnet, über die kleine Unternehmen Personal und Know-how über die Krise retten können. Der Mikrokreditfonds ist der Schutzschirm für Kleinunternehmen, er sichert Arbeitsplätze und stärkt die Zukunftsfähigkeit des ganzen Landes, so Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen.

Der Mikrokreditfonds:

  • sichert Kredite von bis zu 20.000 Euro
  • bei einer Laufzeit von bis zu drei Jahren
  • ohne Kredituntergrenze
  • ohne Sicherheiten, wie sie üblicherweise von Banken verlangt werden
  • berücksichtigt besonders Unternehmen mit hoher Ausbildungsbereitschaft
  • verschafft Kredite zu einem Zinssatz von zunächst 7,5 Prozent p.a.
  • ermöglicht eine unbürokratische und schnelle Kreditvergabe (im Regelfall eine Woche nach Antragstellung)
  • wird mit einer Laufzeit zunächst bis 2015 eingerichtet

Der Fonds soll über die aktuell besonders brisante Situation hinaus mittel- und langfristig die Entwicklung eines flächendeckenden Mikrokreditangebots in Deutschland fördern. Strukturen der Mikrokreditvergabe sollen professionalisiert und die Attraktivität der Betätigung als Mikrofinanzierer gesteigert werden. Der Fonds ist auch eine Reaktion auf eine veränderte Unternehmenswelt mit mehr kleinen Betrieben und Selbständigen, die häufig Probleme bei der Vorfinanzierung von Projekten haben.

Als Mikrofinanzierer fungieren sollen zum Beispiel Gründerzentren, Genossenschaften, Wirtschaftsfördergesellschaften oder Unternehmensberatungen, an die sich die Unternehmen dann wenden können. In Sachsen-Anhalt ist als Mikrofinanzinstitut derzeit die Regios eG in Magdeburg tätig. Ansprechpartner für Mikrokredite ist Herr Jansky unter Tel. 0391 / 50 58 116 oder per Email jansky@regios.eu .

Das Fondsvermögen wird von der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) treuhänderisch für den Bund verwaltet. Die Kreditvergabe erfolgt durch die Bochumer GLS Bank in einem kooperativen Modell, das heißt auf Empfehlung von Mikrofinanzieren, aber auf eigene Rechnung. Der Mikrokreditfonds sichert gegenüber der GLS Bank die Kreditausfälle ab. Die Mikrofinanzierer betreuen und beraten die Kreditnehmenden im persönlichen Kontakt und empfehlen der GLS Bank die Kreditvergabe. Sie sind die Scharniere und Mediatoren zwischen Kreditnehmer und kreditgebender GLS Bank.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mikrokreditfonds.de .



Dieses Projekt wird aus Mitteln des Operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert:
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