Sie sind hier: Nachrichten

Nachrichten

23. Juni 2008

Einstiegsgeld bleibt Erfolgsmodell: Mehr als 10.000 feste Jobs für ehemals Langzeitarbeitslose

Das arbeitsmarktpolitische Instrument Einstiegsgeld bleibt in Sachsen-Anhalt weiterhin ein Erfolgsmodell.

Mit Hilfe des Kombilohn-Modells erhielten im Mai dieses Jahres 2.137 ehemals Langzeitarbeitslose einen Zuschuss zum regulären Lohn – das ist der zweithöchste Stand seit Start des Einstiegsgeldes im Januar 2005. Deutschlandweit wurde im Mai 2008 in 9.650 Fällen Einstiegsgeld gezahlt.

„Sachsen-Anhalt nimmt beim Einstiegsgeld bundesweit die Spitzenposition ein. Rund 22 Prozent der in ganz Deutschland derzeit geförderten Personen sind in unserem Land beschäftigt“, erklärt Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff. „Mit dem Einstiegsgeld haben wir vielen Menschen den Einstieg in den Arbeistmarkt ermöglicht, die sonst kaum eine Chance gehabt hätten.“ Hervorzuheben sei, dass auch mehr als ein Jahr nach Auslaufen der Einstiegsgeld-Förderung jedes zweite Beschäftigungsverhältnis weiter bestand bzw. das Einstiegsgeld wie erhofft den Weg in den regulären Arbeitsmarkt eröffnet hatte.

Im Mai 2008 war der höchste Zugang seit Start des Kombilohn-Modells verzeichnet worden. Arbeitsagenturen und ARGEn bewilligten im vergangenen Monat in insgesamt 514 Fällen ein Einstiegsgeld. Insgesamt wurde in Sachsen-Anhalt damit seit Januar 2005 in mehr als 10.000 Fällen Einstiegsgeld gezahlt. Dabei gibt es starke regionale Unterschiede.

Besonders stark werden Langzeitarbeitslose in den Regionen um Magdeburg durch das Kombilohn-Modell gefördert. „In Sachsen-Anhalt sind bis zu 25.000 neue Jobs durch das Einstiegsgeld machbar“, schätzt Haseloff ein. Dies könne aber nur dann erreicht werden, wenn auch jene die Vorzüge erkennen, die sich bislang eher zurückgehalten hätten.

 

Seit 2005 kann mit dem Einstiegsgeld die Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit oder einer beitragspflichtiger Beschäftigung für Bezieher des Arbeitslosengeldes II unterstützt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Stellen zusätzlich geschaffen werden müssen und sie dürfen keine schon bestehenden ersetzen.Zielsetzung ist, vor allem gering Qualifizierten, die in Sachsen-Anhalt mehr als die Hälfte der Langzeitarbeitslosen stellen, die Chance auf eine reguläre, wenn auch geförderte Beschäftigung zu ermöglichen. Die Förderung ist auf zwei Jahre begrenzt.



Dieses Projekt wird aus Mitteln des Operationellen Programms des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert:
© 2005: TGL-Trägergesellschaft Land Sachsen-Anhalt GmbH       powered by SELLTEC CMS