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28. November 2005
ERP-Innovationsprogramm
Bundeswirtschaftsminister Glos startet neues
ERP-Innovationsprogramm
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos erklärte heute in
Berlin: "Zur Stärkung der Innovationskräfte in Deutschland
gehen wir ab 1. Dezember mit dem neuen ERP-Innovationsprogramm
an den Start. Wir geben damit ein eindeutiges Signal für den
Standort Deutschland, indem wir insbesondere die
mittelständische Innovationsdynamik durch eine langfristige
Finanzierung marktnaher Forschung und Entwicklung
unterstützten. Ganz wichtig ist, dass auch die der Entwicklung
nachgelagerte Phase, also die Markteinführung neuartiger
Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, gefördert wird." Das
ERP-Innovationsprogramm dient der langfristigen Finanzierung
marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte,
Verfahren oder Dienstleistungen sowie ihrer Markteinführung.
Antragsberechtigt sind alle Unternehmen sowie freiberuflich
Tätige, die seit mehr als zwei Jahren am Markt tätig sind und
planen, ein innovatives Produkt oder Vorhaben einzuführen. Der
Jahresumsatz des Antragstellers darf mehr 500 Mio. Euro nicht
überschreiten. In der Forschungs- und Entwicklungsphase sind
etwa Investitionskosten, in der Markteinführungsphase Kosten
für Marktforschung oder Unternehmensberatung förderfähig.
Gerade für den Mittelstand stellt die Finanzierung von
innovativen Vorhaben bislang oft einen Engpassfaktor dar. Dies
liegt daran, dass bei der Finanzierung von derartigen Vorhaben
der Erfassung und der Bewältigung von Risiken besondere
Bedeutung zukommt. Potenzielle Fremdkapitalgeber zeigen sich
hier meist zögerlich, weil für sie die Risiken von Innovationen
stets höher zu veranschlagen sind als bei gängigen
Investitionen. Nun wird insbesondere dem Mittelstand in Form
eines sehr günstigen Darlehens ermöglicht, seine
Innovationspotenziale voll auszuschöpfen. Von Vorteil ist, dass
die Banken bis zu 60% der Kreditsumme von der Haftung
freigestellt sind und die Unternehmen für diesen Darlehensteil
auch keine Sicherheiten stellen müssen. Positiver Nebeneffekt
dieser Nachrangdarlehen ist der Eigenkapital ähnliche Charakter
für die Unternehmen. Sie verbessern damit ihre
Finanzierungsstruktur und schaffen die Grundlage für neue
billigere Kredite. Abschließend äußerte der
Bundeswirtschaftsminister seine Erwartung: "Ich gehe davon aus,
dass wir innerhalb von 5 Jahren mit einem Programmfördervolumen
von ca. 1,5 Mrd. Euro rechnen können. Damit geben wir einen
kräftigen Impuls zur nachhaltigen Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit deutscher mittelständischer Unternehmen".
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Operationellen Programms
des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt
gefördert:

