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14. Dezember 2005
Bundesregierung stärkt Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Betriebe
Bundeskabinett beschließt ERP-Wirtschaftsförderung für 2006
Das Bundeskabinett hat heute über die ERP-Wirtschaftsförderung
im Jahre 2006 entschieden. Der neue ERP-Wirtschaftsplan umfasst
ein Fördervolumen von rund 4 Mrd. €, mit dem mittelständischen
Unternehmen langfristige und zinsgünstige Finanzierungsmittel
zur Verfügung gestellt werden können. Bundeswirtschaftsminister
Michael Glos: "Der neue Wirtschaftsplan ist entsprechend der
aktuellen Bedürfnisse der mittelständischen Betriebe stärker
als bisher auf die Förderung durch Nachrangdarlehen und
Beteiligungskapital ausgerichtet. So stärken wir die
Eigenkapitalbasis von Gründern und mittelständischen
Unternehmen am Standort Deutschland. Die ERP-Förderung erlangt
damit eine ganz neue Qualität. Durch erhöhte Ansätze für
Beteiligungskapital erwarten wir zudem, dass - gemeinsam mit
privaten Investoren bzw. Beteiligungsfonds - frisches
Beteiligungskapital in Höhe von insgesamt rund 860 Mio. €
mobilisiert wird. Damit tragen wir insgesamt zur Verbesserung
der Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes und zur Schaffung
bzw. Sicherung bestehender Arbeitsplätze bei." Der Förderansatz
des Wirtschaftsplans liegt mit 4 Mrd. € auf dem Niveau des
Jahres 2005. Rund die Hälfte der Mittel, also etwa 2 Mrd. €,
sind für die Förderung von Investitionen in den neuen
Bundesländern vorgesehen. Minister Glos: "Mit der weiterhin
überproportionalen Förderung des Mittelstandes in
Ostdeutschland verdeutlichen wir, dass einer unserer
Schwerpunkte auf der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von
Gründern und Mittelständlern in den neuen Ländern liegt." In
den rund 4 Mrd. € sind rund 1,3 Mrd. € für Mezzanin-Produkte
der Programme "ERP-Kapital für Gründung" und "ERP-Kapital für
Wachstum" vorgesehen. Mit der verstärkten Gewährung von
eigenkapitalähnlichen Nachrangdarlehen, die bei den Unternehmen
zwischen Eigenkapital und Fremdkapital bilanziert werden
(deshalb "mezzanin") wird der häufig verbreiteten
Eigenkapitalschwäche der Gründer und kleinen und mittleren
Unternehmen in Deutschland Rechnung getragen. In die gleiche
Richtung wirkt die vorgesehene Verstärkung des Ansatzes für
Beteiligungskapital. Der ERP/EIF-Fonds ist im neuen Plan mit
100 Mio. € Zusagevolumen und der ERP-Startfonds
(BTU-Nachfolgeprogramm) mit 90 Mio. € Zusagevolumen
veranschlagt. In dem Wirtschaftsplan 2006 wird auch das neue
ERP-Innovationsprogramm abgesichert, das die Bundesregierung am
1. Dezember 2005 gestartet hat. Minister Glos: "Unsere Politik
ist auf eine Belebung der wirtschaftlichen Dynamik des
Mittelstandes und ganz besonders des dort vorhandenen
Innovationspotentials ausgerichtet." Mit dem
Innovationsprogramm wird die langfristige Finanzierung
marktnaher Forschung und Entwicklung und die Markteinführung
neuartiger Produkte, Verfahren und Dienstleistungen durch mehr
als zwei Jahre bestehende Unternehmen und Freiberufler mit
einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio. € gefördert, die ein
innovatives Vorhaben durchführen wollen.
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Operationellen Programms
des Europäischen Sozialfonds und des Landes Sachsen-Anhalt
gefördert:

